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Hallo willkommen zur neunten Ausgabe von Digital braucht Sozial. Auch wenn das neue Jahr schon mehr als einen Monat alt ist: Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr 2026. Ist ja immerhin die erste Ausgabe des Jahres. Heute schauen wir uns zwei Themen an:
Wie immer gilt: Wenn du Fragen zu einem der Themen hast, ein spezielles Thema gerne im Newsletter sehen würdest oder Feedback, Widerspruch und andere Erfahrungen hast, lass es mich gerne per Mail wissen. Ich freue mich immer über Austausch und konstruktive Diskussionen. Viele Freude mit der neunten Ausgabe. Kreativ-reflektierte Grüße, 💡 Fokusthema: Das KI-Paradox in der KommunikationKI-Agenten, KI-Unterstützung, Deepfakes, Texte, die nach ChatGPT klingen, und die fast omnipräsente Frage: „Ist das KI-generiert oder echt?“ begleiten uns in der Kommunikation heute auf Schritt und Tritt. Natürlich könnten wir uns der KI-Nutzung verschließen, der Ressourcenbedarf von KI-Modellen und großen KI-Anbietern ist dafür ein gutes Argument, von den menschlichen Kosten der KI-Moderation und Content-Auswahl ganz zu schweigen. Doch realistisch und pragmatisch betrachtet ist eine Komplettverweigerung vermutlich weder kurz- noch mittel- noch langfristig sinnvoll. Generative KI, denn darum drehen sich die meisten Diskussionen und alle eingangs genannten Anwendungsfälle, ist ein sehr mächtiges und wirklich nützliches Werkzeug. Aber eben auch nur das: ein Werkzeug. 3 Aspekte für verantwortungsvollen KI-EinsatzWenn du generative KI verantwortungsvoll einsetzen willst, solltest du dir aus meiner Sicht die folgenden drei Aspekte genauer anschauen:
Ich persönlich nutze KI in meiner Kommunikationsarbeit, sowohl bei sozial-pr als auch beim Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, für die folgenden Aufgaben:
Das mag viel klingen, eines fehlt jedoch: die Generierung von Inhalten, die ich direkt redaktionell verwende. Das gibt es bei mir nicht, die Qualitätskontrolle und Finalisierung liegen immer bei mir. All meine Prompts adressieren die Generierung von Entwürfen, nie von fertigen Inhalten. Und wenn viel KI drinsteckt, kennzeichne ich das immer transparent. Das KI-Paradox in der KommunikationAls KI-Paradox bezeichne ich folgende Situation: Ein lauter Teil der Nutzerinnen und Nutzer, ob der Anteil groß ist, lässt sich nicht klar ermitteln, empört sich über Inhalte, die mit KI-Unterstützung oder durch KI erstellt werden, und verdammen Kommunikatorinnen und Kommunikatoren, die KI nutzen. Gleichzeitig sind es auch diese Nutzerinnen und Nutzer, die mehr Inhalte, bessere Aufbereitung und umfangreicheren Content erwarten – natürlich ohne KI-Einsatz. Social-Media-Plattformen, zuletzt Instagram durch den Post von Adam Mosseri zum Thema KI, befeuern diese Entwicklung, indem ihre Algorithmen einerseits Frequenz und Masse belohnen – egal was sie offiziell behaupten – und andererseits offensichtlichen KI-Slop, als wirklich schlecht gemachte Inhalte, stehen lassen und auch auf Meldung hin nicht löschen. Für Kommunikatorinnen und Kommunikatoren mündet das im KI-Paradox. Einerseits sind wir mit der Erwartung konfrontiert, KI ja nicht zu viel einzusetzen, und hören immer öfter die Frage: „Brauchen wir eigentlich noch menschliche Redakteure? Kann das nicht die KI machen?“. Andererseits wachsen die Erwartungen an Content-Qualität und -Quantität. Was sinnvoll eingesetzte generative KI an Zeitersparnis und Qualitätsverbesserung bringen kann, wird sofort durch höhere Erwartungen ausgeglichen und übertroffen. Klar, das war fast immer so bei neuen Entwicklungen, doch bei generativer KI ist es für mich sehr offensichtlich. Eine Patentlösung für das KI-Paradox in der Kommunikation habe ich nicht. Die folgenden drei Aspekte helfen mir in meiner Arbeit jedoch, ihm zu begegnen:
Wie gesagt, kein Patentrezept, aber offene Gespräche und selbstbewusstes Einstehen für diese Aspekte helfen dabei, das KI-Paradox zumindest einzudämmen. ✅ In eigener Sache: Die Zukunft von Digital braucht sozialIch habe ein Blog, einen Podcast (der wiederbelebt wird, keine Sorge), einen YouTube-Kanal (Peertube schaue ich mir sehr intensiv an) und diesen Newsletter. Das sind meine Longform-Kanäle. Von allen genannten haben mein Blog und mein Newsletter zum Jahreswechsel am meisten Kopfzerbrechen bereitet. In meiner Denke sind beide Kanäle so ähnlich, dass mir die Differenzierung schwerfiel. Doch nach vielen Zeilen handschriftlicher Reflexion stand da ein Gedanke: Back to basics. Okay, es waren zwei Gedanken, denn direkt danach kam KISS (Keep ist Simple, Stupid). Konkret bedeutet das: Digital braucht sozial erscheint regulär einmal im Monat, zu einem Thema, das aus meiner Sicht relevant für dich als Kommunikatorin oder Kommunikator ist. Immer konkret, immer praxis- und anwendungsorientiert, immer mit klarer Meinung und Empfehlung. Wenn ich „kommt darauf an“ schreibe, dann folgt direkt, worauf es warum ankommt. Durch die Unterstützung meiner Content Managerin Steffi bin ich zuversichtlich, dass ich den monatlichen Rhythmus zuverlässig einhalten werde. Es gibt jedoch eine Idee, bei der ich dein Feedback brauche: Ich überlege, via RSS-Feed auch meine Blogbeiträge als E-Mails über diesen Newsletter zu verschicken. Mich interessiert: Was hältst du davon? Würdest du per Mail informiert werden wollen, wenn es einen neuen Blogartikel gibt, oder wäre das für dich nervig oder redundant? Schreib mir deine Meinung gerne per Mail. Du und die anderen Lesenden entscheiden, ob ich das angehe oder nicht. Danke für deine Zeit, die du ins Lesen dieses Newsletters - ob ganz oder teilweise - investiert hast. Wenn die Richtung für dich gut klingt, freue ich mich, dich weiter zu meinen Leserinnen und Lesern zu zählen. Pass auf dich auf, lass dich nicht stressen und vor allem: Viel Spaß bei und an der Kommunikation. :) Kommunikative Grüße, Christian 🔗 Neu im Blog |
Herzlich willkommen! Mein Name ist Christian und in meinem Newsletter "Digital braucht sozial" teile ich meine Einschätzung aktueller Entwicklungen rund um digitale Kommunikation, generative KI und digitales Arbeiten mit dir. Immer mit dem Fokus auf soziale, zivilgesellschaftliche und gemeinnützige Organisationen.
Hallo Reader, willkommen zur achten Ausgabe von Digital braucht sozial. Eine ganze Weile habe ich mit dem Gedanken gespielt, diese Ausgabe des meines Newsletters - nach der langen Pause passend zur Jahreszeit - mit klassischen Advents-, Weihnachts- und Jahresabschlussthemen zu gestalten. Doch dann kam das Leben dazwischen. Genauer gesagt waren es einige Workshops und Veranstaltungen, bei denen ich mit engagierten Menschen aus ganz verschiedenen Feldern des Sozialbereiches und der...
Hallo Reader, willkommen zur siebten Ausgabe von Digital braucht sozial. Im Fokus Thema geht es heute um Grundlagenarbeit, die zwar lästig, aber dennoch - oder gerade deshalb (?) - wichtig ist. Im aktuellen Thema fasse ich meine Erfahrungen zum Umgang mit Hetz- und Hasskommentaren und entsprechenden Inhalten zusammen. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklung leider sehr aktuell. Ihr habt Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Dann schreibt mir gerne, ich freu mich drauf. Viele Grüße,...
Hallo Reader, willkommen zur sechsten Ausgabe von Digital braucht sozial. Heute schaue ich mir die Neuerungen bei Instagram und ihre Möglichkeiten für soziale und gemeinnützige Organisationen im aktuellen Thema genauer an. Beim Fokusthema ist Instagram lediglich der Aufhänger. Denn hier geht es um eine Warnung, die gleichzeitig als Erinnerung für Kommunikatorinnen und Kommunikatoren - und damit auch für mich selbst - dient. Denn gerade, weil Instagram sich weiterentwickelt, nützliche neue...